Mittwoch, 5. Februar 2014

Weidendeko

Gestalten mit Weidenschnitt
















Viele Gehölze müssen Jahr für Jahr geschnitten werden
damit sie nicht zu übermächtig werden oder weil sie in Form
bleiben sollen. Die Harlekinweide zum Beispiel (Salix Integra
'Hakuro Nishiki') zeigt ihre ganze Schönheit erst richtig intensiv
nach einem kräftigen Rückschnitt, denn sie treibt dann im Frühjahr
mit bunt-panaschiertem und äußerst dekorativem Laub aus. Statt
das Schnittgut im Häcksler landen zu lassen, bietet sich auch eine
Verwendung zu Dekorationszwecken an.

Eine bebilderte Schritt-für-Schritt-Anleitung zum 
Selbermachen ist am Ende dieses Beitrags zu finden.






















Aus den biegsamen dünnen Spitzen ist eine kleine Weidenkugel
auch für Ungeübte leicht nachzumachen. Man wickelt Rute für Rute
zu einem Ball, wobei Anfang und Ende jeweils nach Innen gesteckt
werden.






In der gleichen Art werden auch größere Kugeln hergestellt.
Hier können dann ruhig auch stärkere Ruten verwendet werden.
Wichtig ist allerding, dass das Schnittgut noch frisch und biegsam ist.
Die Ruten trocknen mit der Zeit, die Farbe ändert sich von Grün zu
Braun und die Weidenkugel verliert deutlich an Gewicht.






















Auch Kränze sind keine Hexerei. Man fixiert eine Weidenrute
mittels Draht in der gewünschten Umfanggröße und umwickelt
diesen dann solange bis der Kranz die entsprechende Größe hat.
Es empfiehlt sich klein anzufangen um eine gewisse Übung zu
erhalten. Selbst  ganz kleine Weidenkränzchen lassen sich prima
zu Dekorationszwecken verwenden.






















Ein Kranz dieser Größe wird genauso hergestellt, erfordert
aber etwas mehr Kraftaufwand.






















Die Harlekinweide (Salix Integra 'Hakuro Nishiki') vor dem
Rückschnitt. Ihre Ruten eignen sich ganz hervorragend für
Weidendekorationen.






















Weniger kraftaufwendig und ebenfalls sehr hübsch und vielseitig
einsetzbar, sind Efeuranken. Hier z.B. ein mit Moos ausgefütterter
Efeukranz als Nestchen dekoriert.





Weidenherz  
Schritt-für-Schritt-Anleitung

 





















Ein selbst hergestelltes Weidenherz ist doch eine liebenswerte
Geschenkidee. Ob zum Valentinstag, zum Einzug, zum Muttertag ... Anlässe zum Verschenken gibt es jede Menge.






















Das möglichst frisch geschnittene Schnittgut wird zunächst bereitgelegt. Hierzu eignen sich neben jeder Sorte von Weide auch Hasel, Ahorn, Liguster und Hartriegel. Letzteren gibt es auch in gelber oder roter Holzfarbe, was zusätzlich einen tollen Effekt ergibt. Auch Kletterpflanzen wie Geißblatt, wilder Wein, Clematis, Glycinie oder eignen sich prima.






















Aus zwei Ruten biegt man sich, wie auf dem Bild ersichtlich, das
Grundgerüst für ein Weidenherz. Hier kann auch ruhig mit Draht
etwas nachgeholfen werden.






















Nun wird das Grundgerüst mit weiteren Ruten umwickelt. Man
steckt den dickeren Teil einer Rute jeweils so, dass er fest fixiert ist
oder befestigt ihn mit etwas Draht. Von Rute zu Rute immer mal die
Richtung ändern, damit die dicken Endstücke nicht alle an der selben
Stelle sind.






















Behutsam Rute für Rute weiter umwickeln und die zarten
Enden mehrmals  durch das Flechtwerk schieben und so einarbeiten, dass sie sich nicht lösen.






















Hat das Weidenherz die gewünschte Stärke erreicht, kann es noch
zurecht gebogen werden, falls es etwas schief oder ungleich ist. Keine Bange, das Werk ist dann schon ziemlich robust und lässt sich gut in Form drücken.






















Wer möchte kann noch einen Stiel anarbeiten. Dazu einen dicken
Bambusstock oder, wie hier einen alten Besenstiel, in die Herzspitze
einschieben und mit Weidenruten mehrmals umwickeln. Die Enden
wiederum wie vorher beschrieben verwahren.






















Nun fehlt nur noch ein wenig Feinarbeit. Abstehende Enden werden
mit einer Gartenschere weggeschnitten.






















Fertig ist ein Herz aus Weide, eine nette selbstgemachte Gartendeko oder eine wirklich liebenswerte Überraschung für einen Menschen der einem am Herzen liegt.

Viel Spaß beim Nacharbeiten!



Wer sich das Selbermachen nicht zutraut, aber trotzdem gerne ein Herz verschenken möchte,  in meinem Online-Shop für Gartenkeramik gibt es immer wieder handgemachte herzige Keramik-Ideen:

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